Kanarienvogel

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Neuer Lizenzvertragspartner für Tierschutzlabel: Tönnies steigt ein

Zum Thema „dümmer gehts nimmer“ oder eher „dreister gehts immer“ ….
„Neuer Lizenzvertragspartner für Tierschutzlabel: Tönnies steigt ein! Der Deutsche Tierschutzbund und Tönnies haben einen Lizenzvertrag zur Nutzung des Tierschutzlabels unterzeichnet. Die Lizenz gilt für die Vermarktung von Fleischprodukten in der Einstiegsstufe des Tierschutzlabels.“

http://www.tierschutzbund.de/news-storage/landwirtschaft/310715-tierschutzlabel-toennies-steigt-ein.html

Artikel „Die feindliche Übernahme der Antifa“ & Rezension von Mono

Ich stimme dem Artikel im Grundsatz zu – allerdings würde ich die Kritik ehrlichgesagt etwas ausweiten: Meiner persönlichen Ansicht und Erfahrung nach liegt das Problem nicht darin, dass sich (also solche betrachtende/definierende) Antifas zu wenig einsetzen oder falsch fokussieren…ich finde es etwas platt einer kleinen Anzahl von Aktivist*innen vorzuwerfen, dass sie zu wenig ausrichten, ich würde viel eher kritisieren, dass antifaschistisches Denken und Handeln keine Massenbewegung ist. Alle (sich als solche verstehende) Antifaschist*innen, die ich erlebt habe (und nur auf diesen für mich erlebbaren Kreis bezieht sich jetzt auch meine folgende Wahrnehmung und Kritik am Artikel), rödeln gerade rund um die Uhr für Schutz und Rechte von Geflüchteten und Asylbewerber*innen – und haben allein deshalb keine Zeit für antikapitalistische Zerstreuung. Diesen vorzuwerfen, dass sie nicht die erfolgreiche Blockadenpolitik anderer Epochen umzusetzen vermögen scheint mir etwas zu oberflächlich. Das Eintreten für Menschenrechte und Menschlichkeit, für Schwache und Wehrlose, gegen Diskriminieung, Faschismus, Rassismus und Abwertung anderer ist zwar Ziel aber nicht nicht alleinige Aufgabe und Monopol „der Antifa“. Es ist die Pflicht eines jeden Menschen – soweit er*sie es eben kann. ja es mag vergleichsweise wenig wirken, wenn „die Antifa“ nur soundsoviele Menschen auf eine Demo/Aktion mobilisieren kann – und man kann kritisieren, dass das „wie“ der Mobilisierung und des Auftretens von Antifaaktivist*innen anders massenkompatibler wäre…Aber kann man sagen, es sei Schuld „der Antifa“, dass Nazis sich derzeit besser organisieren als Menschen, die dieser ideologie keinen Boden bieten wollen? Ich denke nicht. Ich denke, dass dies vielmehr ein gesamtgesellschaftliches Versagen darstellt und zwar auf vielen Ebenen. Die Idee, dass „die Antifas“ es schon richten werden, wenn Nazis irgendwo aufkreuzen, dass man „denen“ das Risiko überlassen kann und dannach noch rummaulen, wie sie es machen und, dass sie dabei immer so komisch aussehen beobachte ich oft und sie ärgert mich. Das Geplänkel von „wir brauchen hier keine Antifa, denn es gibt keine Nazis“ ist ein kausaler Fehlschluss. Jeder Mensch, der dem Artikel zustimmt sei aufgerufen, den Hintern von der Sonnenliege zu heben und raus zu gehen und sich der braunen Suppe entgegen zu stellen – mit allen Freund*innen, Familienmitgliedern, Nachbar*innen, Mitstreiter*innen, Solidarischen, Neulingen, alten Hasen und einfach Menschen „wie du und ich“. Wenn es überall so wäre, dann, finde ich, ist es auch wieder an der Zeit ein kritisches Auge auf die inhaltlichen Abschweigungen Antifaschistischer Aktivist*innen in Details oder Theorie zu betrachten, die Arbeit dort, wo’s brennt behindert. Habt ihr eine Meinung dazu? Wie konstuktiv sind die Strukturen wo ihr lebt? Habt ihr evtl. ganz andere Beobachtungen gemacht?
„Während es Woche für Woche Brandanschläge auf Unterkünfte für Asylbewerber oder von Migranten bewohnte Häuser gibt und es purer Zufall ist, dass es bei diesen bislang, anders als in den neunziger Jahren in Solingen, Mölln, Lübeck, Saarlouis und anderswo, noch keine Toten gegeben hat, schafft es die Antifa gerade einmal, 600 Leute zu einer Demonstration nach Freital zu mobilisieren – im Vergleich zu »Blockupy« und den alljährlichen Kreuzberger Maifestspielen eine nahezu lächerliche Zahl. Es wirkt ein wenig so, als hätten weite Teile der Antifa vor lauter Antikapitalismus aus den Augen verloren, dass Nazis und andere hier und jetzt eine sehr konkrete Bedrohung sind – wenn auch eher für Geflüchtete und Migranten als für weiße Studierende mit schwarzen Kapuzenpullovern. Sich genau dieser Bedrohung entgegenzustellen, sollte eigentlich dringlichste Aufgabe der Antifa sein.“
http://jungle-world.com/artikel/2015/32/52438.html

Zeltstadt Dresden“Im Camp wird unser Grundgesetz nicht eingehalten“

Zeltstadt Dresden: „Im Camp wird unser Grundgesetz nicht eingehalten“. Zwei Mediziner sind entsetzt über die Zustände, die sie in der ‪#‎Dresdner‬ Zeltstadt vorgefunden haben. In dem ‪#‎Flüchtlingscamp‬ spiele sich eine humanitäre Katastrophe ab – http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-08/dresden-zeltstadt-fluechtlinge-medizinische-versorgung?utm_content=buffer90508&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

 

Wir haben versagt!

Ein sehr – ich sage mal polarisierender – Artikel. Nach jeder Zeile denke ich mir „ja man! genau!“ und nach der zweiten Zeile „also, hm, das ist nun schon sehr platt“ oder „hä, das widerspricht aber schon der Forderung aus Zeile1“ – Ich finde der Artikel wirft gute Thesen und Beobachtungen und gute Kritiken auf. Definitiv. Aber dann lässt er die lesende Person etwas im Leeren da stehen. „Seien wir selbst die Veränderung, die wir uns wünschen“ heißt es da zurecht und im nächsten Absatz wird erklärt, dass es falsch ist zu sehr die Veränderung zu sein/zu leben, die wir uns wünschen, weil man dann ja nicht mehr anschlussfähig ist für die, die in ihrem Handeln unserer gewünschten Veränderung teilweise entgegenstehen. Wir sollen unsere schönen Utopien einfach „vorleben“ und sie den Menschen damit schmackhaft machen, doch wir sollen doch mal aus unseren AZs rauskommen und dahin gehen wo die Menschen sind, anstatt sie nur zu uns einzuladen. Wir sollen den Menschen mit lockerer Sprache und und offenen Herzen entgehen streten und unsere elitären Strukturen öffnen und einfach mal attraktiver sein statt dogmatisch. Aber wir sollen andererseits doch bitte unseren Fokus wieder auf Inhalte legen anstatt eine lockere, moderne und attraktive Subkultur mit Buttons, Musik und Partys zu sein, die zwar Menschen für sich gewinnt aber eben nicht zwangsweise thematisch radikalisiert. Wir sollen „endlich“ unsere Strukturen und Handlungen als Linke mehr/kritischer Hinterfragen. Aber wir sollen bitte weniger Zeit an kritische Analsyen linker Inhalte und Handlungen verschwenden. Aha. Die kritischen Teile sind sehr genau formuliert, gut auf den Punkt getroffen – die Handlungsvorschläge allerdings eher romantische Floskeln als wirkliche Ideen – Sprüchlein wie „Anstatt […] sollten wir uns besser mal fragen, was wir für die Menschen da draußen tun können. Wir wollen eine bessere Welt? Dann lasst uns doch endlich anfangen sie zu bauen! Gehen wir nach draußen und hören wir den Menschen zu, lernen wir sie kennen und geben wir ihnen das Vertrauen in die Menschlichkeit zurück. […] Wir müssen lernen uns zu öffnen, unsere Strukturen, unsere Türen und unsere Herzen. Wir müssen eine verständliche Sprache sprechen, damit uns alle verstehen.“ klingen natürlich super und super undogmatisch und nett und liebenswert und herzlich und „nah am kleinen Mann aus dem Volk“ (wie es immer so nett heißt) – aber leider sind diese Sprüche weitestgehend inhaltsleer oder komplett subjektiv füllbar. Und jaaaa ich habe den Artikl zu Ende gelesen und auch die kleine „Auflösung“ am Ende. Leider befriedigt mich das nicht ganz…
Ich wäre total gespannt auf eure Meinungen | Mono
https://victoryviktoria.wordpress.com/2015/06/24/wir-haben-versagt/

Kreas are back in town!

Good News! Unsere Shop-Menschen sind wieder da und bereit eure Bestellungen, Wünsche, Fragen, Liebesbekundungen und Co entgegenzunehmen. Außerdem habe ich Schelte bekommen und korrigiere daher meine erste Ankündigung: Unsere Shopaktivisties haben natürlich nicht die Füße am Stand hochgelegt, sondern ihre wenigen shopfreien Tage nicht mit Faulenzerei sondern höchst aktiv(istisch) auf Aktionen verbracht! In diesem Sinne, auch von mir, ein dickes merci an unsere Shopleute für all ihren unermüdlichen Einsätze für und außerhalb des Krea-Shops
„heart“-Emoticon
| Mono
Für Fragen an den Shop: shop@kreaktivisten.org
Für alle Arten von sonstigen Anfragen, Kritik oder in der Kummerkastenfunktion: info@kreaktivisten.org

Lieselotte-Meier-Style – Einfach mal Geflüchteten helfen…

„Die Polizei Simbach schickte am Mittwoch folgende Meldung an die PNP-Redaktion: „Ehepaar nahm 28 Flüchtlinge mit nach Hause und vesorgte sie mit Frühstück“. Die Simbacher Ingrid (59) und Manfred (62) Wagner schilderten auf Anfrage der Heimatzeitung, wie aus dem zunächst geplanten morgendlichen Spaziergang mit dem Hund ein Frühstück mit 28 afghanischen Flüchtlingen wurde.

Die Wagners machten sich am Mittwochmorgen mit Jack-Russell-Terrier Fritzi in ihrem Auto auf den Weg Richtung Erlacher Au. Sie wollten am Inndamm spazieren gehen. Auf einer Forststraße parallel zur B12 stand eine große Gruppe Kinder und Erwachsene am Wegrand. Manfred Wagners erster Gedanke: „Das könnten gestrandete Flüchtlinge sein.“

Er lag richtig. Mit gebrochenem Englisch und Gesten versuchten sich die Wagners mit den Menschen zu verständigen. Männer, Frauen, fünf Kinder im Alter zwischen zwei und fünf Jahren und ein sechs Monate alter Säugling standen vor ihnen und versuchten herauszufinden, wo sie überhaupt gerade sind. …“
Kurzerhand beschloss das Paar also, die Menschen zu sich einzuladen udn versorgte sie dort mit Essen, Getränken und wo man eben helfen konnte, bis die Menschen wieder so fit waren, dass sie sich bei der Polizei melden konnten um ihre Asylanträge zu stellen. Eine wunderschöne menschliche Geste, die sicher allen Beteiligten in Erinnerung bleibt!
http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_rottal_inn/simbach/1760919_Fluechtlinge-zum-Fruehstueck-eingeladen.html?ref=yfp

Ich bin Fluchthelfer.in

Warum Fluchthilfe?
„Werde jetzt Flucht­helfer.in und unter­stütze Menschen auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft! Du kannst zum Bei­spiel auf dem Rückweg aus dem Urlaub Flücht­ende mitnehmen…“ – rechtliche Infos, Tipps und Aufklärung…und ein schönes Video gibt es hier:
http://www.fluchthelfer.in/

Fail der Woche: Die Vier der NPD Trier

Kennt ihr so Filme oder Serien, wie Mr. Bean, wo man einfach vor lauter Fremdschämen wirklich Bauchweh bekommt und wegschalten muss? Vergesst alles bisher dagewesene, denn jetzt kommt die NPD-Trier…
Ganz im Ernst ich hab das Video angeschaltet in der Hoffnung mich einem hemmungslosen Lachflash hingeben zu können, jetzt aber, tut mir das so weh, dass ich aus lauter Mitleid fast schon so weit war, eine Spendensammlung für die vier Helden ins Leben zu rufen…
„Die NPD Trier hat ein aufrüttelndes Video gedreht. Es kommt alles vor, was ein Blockbuster benötigt. Feuer.. woho, Leute, diese Feuerspiele, haltet euch fest […] 444 bedeutet, ganz nebenbei, Deutschland den Deutschen. Vierter Buchstabe im Alphabet ist das „D“. Und Nazis lieben ja diesen Zahlenspaß.“

http://www.sleazemag.com/lifestyle/panorama/npd-trier-wenn-geschwister-kinder-bekommen/

Die neuen Asozialen: Eure Dummheit bringt Deutschland an

„Wie viel dümmer die Deutschen tatsächlich geworden sind, lässt sich also schwer sagen. Klar ist: Die Dummen waren noch nie so laut wie heute…
„Wenn ich Dummheit sage, meine ich aber nicht unbedingt mangelnde Intelligenz oder einen niedrigen Schulabschluss. Ich rede von einer ganz bestimmten Dummheit. Von Ignoranz. Von der Weigerung, sich Vernunft und Fakten zu öffnen.“
„Wir leben in einem Land, in dem eine hochrangige CDU-Politikerin wie Erika Steinbach behauptet, die NSDAP sei eine linke Partei gewesen. Und das, obwohl das NS-Regime Kommunisten verfolgte und hinrichten ließ. Die Quelle von Frau Steinbach? Joseph Goebbels, Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda. Erika Steinbach gehört immerhin dem Fraktionsvorstand der Union an. Das muss man sich einmal klarmachen.

Und sie ist nicht alleine. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis wollte den Schöpfungsglauben im Biologie-Unterricht einführen: „Die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse von heute können doch morgen schon wieder anders aussehen“, sagte er dem Magazin „Cicero“. Und fragte: „Wissen wir, ob unsere wissenschaftlichen Vorstellungen von der Entstehung der Welt in 200 Jahren noch in derselben Form Bestand haben?“

Ein sächsischer Bundestagsabgeordneter lehnte die Homo-Ehe mit der Begründung ab, dass „Fische nicht fliegen und Vögel nicht schwimmen könnten.“

Wenn sogar Politiker der Volksparteien solche dummen Thesen äußern, ist es dann ein Wunder, dass immer mehr deutsche Bürger das auch tun? Im Internet verbreiten sich auf Portalen wie „Netzplanet“ Verschwörungstheorien und falsche Informationen, über die man nur den Kopf schütteln kann. Herr H. glaubt auch an Chemtrails und daran, dass die deutschen Medien von Israel gesteuert werden.“
http://www.huffingtonpost.de/sabrina-hoffmann/dummheit-deutschland_b_7866694.html

Kevin ist jetzt Swaggetarier ;)

Hihi – Swaggetarier ist nominiert zum Jugendwort des Jahres! Na, dann würde ich sagen, koche ich mir zu ehren dieses Anlasses nen fetten Teller Swaghetti Yolonese!
– immerhin, wirkt es fast, als würde hier das Veggi-Sein zum ersten Mal nicht in einem eher uncoolen Ökokontext und nicht in einem verächtlichen „Gutmenschenkontext“ oder als abwertender Hipster-Trend beschrieben…auch wenn die Definition eines Swaggetarierts wohl „Vegetarismus aus Imagegründen“ bedeutet, finde ich es witzig, dass hier der „Swag“, der ja eher ein Begriff im „positiven“ Kontext sein soll, bzw. eine Einstellung beschreibt, die mit „Stolz“ getragen wird und der Vegetarismus aus Imagegründen somit bedeutet, dass Vegetarismus einem zu einem positiven Image verhilft bzw, es bestärkt. Das steht ja eigentlich im Gegensatz zu „Man findet keine Freunde mit Salat“ oder „Tofu ist schwules Fleisch“ u.ä. Sprüchen, die den Veg*ismus als abwertend als „feminin“, „schwach“ und „unmännlich“ diffamiert…
Aber was weiß ich schon über Swag und „Jugendworte“, ich bin ja sogar nach BRAVO-Maßstäben zu un-hip um einen „Boy“ zu beeindrucken…Liegt vielleicht auch an meinem Swagganismus „tongue“-Emoticon
P.S. Ich finde auch auch interessant, dass das ein oder andere Jugendwort dieses Jahr einen sehr politischen Kontext hat – das ist mit in diesen Nominierungslisten vorher nie aufegfallen – na dann hoffe ich für 2014 auf den „Tierrechtsswagtivisten“

http://meedia.de/2015/07/23/alpha-kevin-swaggetarier-und-tinderella-das-sind-die-anwaerter-auf-das-jungendwort-des-jahres-2015/