Krea als Tor-Hidden-Service

Die Kurzform für alle, die schon Bescheid wissen:

Jepp uns gibts auch im Tor-Netzwerk und das im vollen Umfang. Schaut doch mal vorbei:

hrzc4svhc3svr2frspfiduec6nuwh4rkgfb3hndqaktnt6rr7r4w35ad.onion

Für alle, die sich fragen was, diese komische Zwiebel da soll:

Die Zwiebel ist das Logo des Tor-Netzwerkes. Das was etwas wenig politisch korrekt oft als „Darknet“ bezeichnet wird.
Einfach gesagt ist das Tor-Netzwerk ein eigener Bereich des Internets, in dem Seiteninhalte über ein sehr viel stärker auf Sicherheit ausgerichtetes Protokoll übertragen werden. So sicher, dass gar nicht mehr zuordenbar ist, wer gerade unsere Seite aufgerufen hat. Mensch kann das Tor-Netzwerk nutzen, um aus dem Schutz des Netzwerkes heraus auf das „normale“ Internet zu zu greifen und dadurch die eigene Identität zu verschleiern. Es gibt aber auch Webseiten, die direkt im Tor-Netzwerk selbst abrufbar sind. Hier ist der Schutz nochmal viel höher, da der geschützte Bereich des Tor-Netzes gar nicht verlassen werden muss. So eine Seite im Tor-Netzwerk heißt Tor-Hidden-Service. Bei unserem Tor-Hidden-Service bekommst du ganz normal unsere Internetseite angezeigt, nur halt über eine sehr viel sicherere Verbindung.

OK, und wie benutze ich so einen Hidden-Service jetzt?

Zunächst brauchst du dafür einen speziellen Internetbrowser (das Ding mit dem du Webseiten ansurfst). Der heißt Tor-Browser und kann auf der Webseite des Tor-Projekts runtergeladen werden. Den Tor-Browser dann einfach installieren und loslegen. Ähnlich wie im „normalen“ Internet gibt es im Tor-Netz auch Webadressen. Bedingt durch die Art, wie das Tor-Netzwerk aufgebaut ist, sind die etwas unhandlich, lang und enden immer auf .onion . Unsere Adresse ist:

hrzc4svhc3svr2frspfiduec6nuwh4rkgfb3hndqaktnt6rr7r4w35ad.onion

Diese Adresse kannst du in deinem Tor-Browser einfach eingeben (oder lieber rüber kopieren) und uns über das Tor-Netzwerk besuchen.
So, jetzt ist es natürlich etwas langweilig, nur uns besuchen zu können. Um andere Sachen im Tor-Netz zu finden, gibt es wie im „normalen“ Internet auch verschieden Suchmaschinen. Eine davon heißt torch und ist unter der Adresse hier erreichbar:

xmh57jrknzkhv6y3ls3ubitzfqnkrwxhopf5aygthi7d6rplyvk3noyd.onion

Aber gibt’s da nicht Kinderpornos?

Ja, wenn du willst kannst du im Tor-Netz vermutlich an Kinderpornos kommen. Das ist eine Seite des Tor-Netzes, die wir nicht schön reden wollen.
Das Tor-Netz trägt aber auch ganz entscheidend dazu bei, dass das Internet nicht zensiert werden kann. Aktivist*innen aus vielen Ländern können sich dort vernetzen, Informationen austauschen über das Tor-Netz auf Medien aus anderen Ländern zugreifen und ganz allgemein ohne staatliche Zensur und Überwachung im Internet unterwegs sein. Die Möglichkeit, völlig anonym zu handeln, ist ein wichtiges Element um soziale Bewegungen vor staatlichen Repressalien zu schützen und handlungsfähig zu bleiben.

Ok ok, aber übertreibt ihr nicht ein bisschen?

Wenn du gerade in Deutschland unterwegs bist, ist die Frage vermutlich recht naheliegend. Zunächst mal haben nicht alle das Privileg gerade in Deutschland unterwegs zu sein. Es gibt sehr viele Ort auf der Welt wo Leute mit unglaublich harten Konsequenzen rechnen müssen wenn sie im Internet diese oder jene Inhalte aufrufen.  Für diese Leute ist es sehr wichtig, möglichst sicher auf Informationen zugreifen zu können und diesen Leuten wollen wir es auch so einfach und sicher wie möglich machen, auf unsere Inhalt zuzugreifen.
Aber auch in Deutschland verschlechtert sich die Lage. Die Bundesregierung gibt mehr und mehr Geld dafür aus, das Internet überwachen zu können. Freiheitsrechte werden stetig eingeschränkt. Es mag sein, dass wir noch nicht an einem Punkt sind, wo viele Leute in Deutschland auf das Tor-Netz angewiesen sind und wir hoffen inständig, dass das auch so bleibt. Aber falls die Überwachungsfantasien und der „Sicherheits“-wahn der Behörden weiter eskaliert, ist es sehr wertvoll, frühzeitig damit angefangen zu haben, auch im Tor-Netz unterwegs zu sein. Im Zweifel seht es einfach als eine Übung für einen Ernstfall, der hoffentlich nie eintreten wird.
Zu guter Letzt gibt es auch jetzt schon in Deutschland Aktivist*innen oder schlicht weniger privilegierte Personen, die auf Informationen oder Waren aus dem Tor-Netz angewiesen sind.

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